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Lieblingsspiele und die Manipulation eines Zockergehirns


#1

Seit so vielen Jahren spiele ich nun regelmäßig an den Novoline Automaten und immer wieder ertappe ich mich, wie ich nach einem Gewinn bei irgendeinem Spiel, dies danach als mein “neues Lieblingsspiel” bezeichne.

Ich frage mich ab und zu, woran das liegt. Nun, ich denke es liegt wohl größtenteils daran, dass man ein positives Erlebnis (den Gewinn) nun mit etwas anderem kombinieren muss. Denn es gibt zwar natürlich Glück und Zufall, doch man mag das selten so Recht begreifen, dass ein zufälliges Ereignis nicht auf irgendeinen Grund zurückzuführen ist.

Nehmen wir ein Beispiel: Roaring Forties. Vor einigen Jahren habe ich in der Spielhalle immer die Spieler belächelt, welche ein Früchtespiel auf 40 Gewinnlinien spielen - was sollte da schon passieren? Ich habe ironischerweise in der Zeit auch nie irgendeinen Gewinn bei den Spielern gesehen.

Mehrere Jahre später habe ich mal wieder eine sehr intensive Spielsession gehabt und über 1.500 Euro während mehreren Stunden exzessiven Zockens verloren. Als ich irgendwann alle Spiele durch hatte, kam ich also auf die verzweifelte Idee, doch mal das “doofe Roaring Forties” auszuprobieren. Mit Null Erwartungshaltung spielte ich Roaring Forties auf 50 Cent und konnte mich auf 100 Euro hocharbeiten.

Dank des enormen Verlustes von wie gesagt etwa 1.500 Euro war meine Hemmschwelle natürlich bereits komplett verflogen und ich stellte direkt bei dem Guthaben von 100€ auf 2 Euro Einsatz hoch. Nur ein paar Walzendrehs später konnte ich ein legendäres Gewinnbild absahnen:

Fast 2.000 Euro brachte mir das Bild ein und ich war schier baff, denn ich hätte mit vielem gerechnet - zum Beispiel davor mit ein paar richtigen guten Book of Ra Freispielen, ja sogar mit 5 Siebenern bei Sizzling Hot, welches ich auch etliche Zeit auf dem maximalen Einsatz von 2 Euro gespielt hatte.

Die Action Games, welche ich durch den Gewinn bei Roaring Forties gewann, zahlten so gut aus, dass ich am Ende die Spielhalle mit knapp 2.600 Euro verlies. Somit über 1.000 Euro Gewinn, obwohl ich schon aufgegeben hatte.

Nun war ich heiß auf “mein neues Spiel”. Und tatsächlich, ich schaffte es schon ein paar Tage später - diesmal auf 1 Euro Einsatz - mir erneut ein Fast-Vollbild bei Roaring Forties einzustecken, welches auch wieder mit AGs über 1000€ einbrachte. Von da an war ich auf Roaring Forties angefixt und spielte es immer häufiger als Alternative zu Sizzling Hot.

Den Höhepunkt meiner Roaring Forties Karriere erreichte ich ein paar Jahre später im Online-Casino. Bei Casino Fantasia konnte ich auf satten 8 Euro Einsatz pro Dreh knapp 4.200 Euro gewinnen. Das Spiel hatte sich mal wieder gelohnt, nachdem ich fast schon verzweifelt ca. 800 Euro bei anderen Spielen verloren habe.

Nun, genug erzählt. Worauf ich hinaus will ist, dass ich trotz dieser 3 erwähnten Gewinne, etliche Tausend Euro bei Roaring Forties verspielt habe. Zwar habe ich noch einige Male ordentliche Gewinnbilder bekommen, doch insgesamt hat mich das Spiel extrem viel Geld gekostet. Nichtsdestotrotz verbleiben in meiner Erinnerung dennoch hauptsächlich die sagenhaften Gewinne.

Ich wundere mich deshalb immer wieder, wie einfach ein Gehirn manipuliert werden kann. Man weiß zwar ganz genau, dass die und die Fakten existieren, dennoch hat der Kopf eine ganz andere, natürlich komplett irrationale Meinung dazu.

Mich würde interessieren, ob es Euch ähnlich geht. Habt ihr Euch selbst auch schon einmal dabei ertappt, wie Euer Zockergehirn jeglichem rationalen Nachdenken einen Riegel vorgeschoben hat?


#2

Ja, was die Lieblingsspiele angeht sehe ich das ähnlich. Ich denke es wird vor allem deshalb z.B. soviel Book of Ra gespielt, da man dort schon von anderen Spielern die meisten hohen Gewinne mitbekommen hat.

Ein Spiel wird mehr gespielt -> man sieht von dem Spiel häufiger hohe Gewinne -> man denkt wiederum dass dieses Spiel mehr und höhere Gewinne auszahlt.

Ebenso ist es ja auf Youtube wenn man sich mal die ganzen Videos zu Book of Ra ansieht…


#3

Ich glaube das wird wohl jeder Spieler schon mal persönlich so erlebt haben, Tatsache ist halt, dass man insbesondere an Spielautomaten nicht wirklich mathematisch rangeht, sondern sich von seinen persönlichen Vorlieben leiten lässt. Sonst würde jeder bei StarGames nur das Spiel mit der höchsten Auszahlungsquote spielen… Mittlerweile stehen ja bei einigen Spielen auch die AQs dabei.

Gruß Chris